





Quartiersmanagement Richardplatz Süd im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln von Berlin im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“
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Ein internationales Dorf
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Einführungsseminar zur Spracherkennung mit Dragon NaturallySpeaking
Aktuelle Nachrichten
Auswahlverfahren "Gewaltprävention Droryplatz"
Das Quartiersmanagement Richardplatz Süd sucht einen Träger, der durch Moderation,...
Auswahlverfahren „ Unterstützungssystem der lokalen Bildungsverbünde in Berlin-Neukölln“ im Rahmen der Initiative Aktionsräume plus
Das Bezirksamt Neukölln sucht in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und...
Neukölln – Endstation oder Paradies?
Das Kunst- und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN lädt dieses Jahr bereits zum 14. Mal zu einer...
Gartengrüße aus der Rixdorfer Schmiede
Beim Schmiedeabend am 10. Mai 2012 können Sie ab 19 Uhr am Schmiedefeuer die Herstellung von...
Plastik-Pool und Strandgut
In der Galerie Savvy Contemporary in der Richardstr. 44 kann man sich noch bis zum 2. Juni 2012 die...
Änderungsschneiderei Marija Zajac
Änderungsschneiderei und noch viel mehr
„Eigentlich wollte ich nur mal sehen, wie und wo mein Mann so arbeitet“, aber mittlerweile lebt Marija Zajac seit 34 Jahren in Berlin. Ihr Mann war aus dem damaligen Jugoslawien gekommen, um in Deutschland auf Montage zu arbeiten. Die Neugier führte sie dann 1977 nach Abschluss ihrer Schneiderlehre und ersten Berufsjahren nach West-Berlin. „Klar, wir hatten gerade geheiratet, ich wollte bei ihm sein“, nennt sie den Grund für ihren Zuzug. Bald kamen die drei Kinder hier zur Welt und gingen dann nach und nach in die Schule. „Für uns wurde es immer schwieriger zurück in die alte Heimat zu kehren, die Kinder hatten hier ihre Freunde, die Schule wurde immer anspruchsvoller und uns gefiel es in Berlin“. Zwei Kinder schlossen erfolgreich ein Studium ab. Trotz der Kindererziehung arbeitete Frau Zajac die ganze Zeit in Unternehmen der Bekleidungsbranche. Danach war sie auch 10 Jahre in einem Geschäft für Innendekoration als Schneiderin beschäftigt. Hier machte ihr der Umgang mit den schönen und teilweise edlen Stoffen viel Spaß. Die Neugestaltung von Fensterdekorationen, Falt-Rollos, Kissen, Vorhängen und einzelnen Accessoires gaben ihr ein ganz eigenes Gefühl: „Ja, ich fühle mich schon auch als Künstlerin“. Dass sie sich vor fünf Jahren am Karl-Marx-Platz niederließ, lag für Marija Zajac daran, dass sie einfach einen eigenen Raum für sich, die Stoffe und ihre Kunden haben wollte. Natürlich ist es auch Handwerk, Kleidung die zu eng oder zu weit, zu kurz oder zu lang ist, wird passend geändert. Gibt es etwas zu reparieren oder zu flicken, erledigt sie diesen Auftrag sehr gewissenhaft. Es ist diese Ernsthaftigkeit, die ihr manchmal als Unfreundlichkeit ausgelegt wird. „Ich mag meine Arbeit, ich mag die Menschen die kommen, aber ich bin nun mal keine Person, die unentwegt lächelt“, schildert sie ihre Auffassung von ehrlicher Arbeit. Stammkunden wissen das zu schätzen, für eine Kundin, die nicht mehr die Wohnung verlassen kann, kommt sie auch nach Hause, um dort Maß anzulegen. Dies gilt natürlich auch für Aufträge im Bereich der Innendekoration. Für alle anderen ist das Geschäft am Karl-Marx-Platz 17 von Montag 13:00 bis 19:00, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10:00 bis 18:00, Donnerstag von 10:00 bis 15:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 13:00 geöffnet.
Autor: B. Stelzl

