





Quartiersmanagement Richardplatz Süd im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln von Berlin im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“
Aktuelle Termine
Aktuelle Nachrichten
Zusammenfassung der ersten Gwerberunde 2012
Das erste Gewerbetreffen 2012 fand am 12. Januar bei "Badkultur Berlin" statt. Die interessierten...
Quartiersrat neu gewählt
Zwischen dem 19. und 26.Januar beteiligten sich insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner des...
Informationsabende im "Vätertreff" des Elternberatungscafés "Oase"
AspE e.V. und die Richard-Grundschule laden zu drei Informationsabenden in den "Vätertreff" des...
Aufruf zur Beteiligung am Festival 48 STUNDEN NEUKÖLLN
Vom 15. bis 17. Juni finden die 48 STUNDEN NEUKÖLLN zum 14. Mal statt.
Erfolgreicher Jahresauftakt gibt Schwung für das Jahr 2012
Am 19. Januar fand in der Mensa der Richard-Grundschule der Jahresauftakt des Quartiersmanagements...
Krankengymnastin Kula Besurgianni

- Kula Besurgiani - Hausbesuche, Fußreflexzonen-Massage/ Massagen (Brusendorfer Str. 5, 12055 Berlin, Tel. 22 68 8749)
Kula Besurgianni ist gerade beim Renovieren und froh, dass nun ein Anfang gemacht ist. Immerhin strahlt nicht nur sie, sondern auch der Empfangsbereich - in freundlichem gelb-beige. Eigentlich müsste sie jetzt ein Jubiläum feiern, hat sie doch vor 15 Jahren, am 1. Juni 1993, ihre erste Praxis eröffnet - zunächst in der Mareschstraße. 1998 zog sie dann hierher in die Brusendorfer 5. Die gebürtige Griechin kam schon mit 10 Jahren nach Deutschland – in die damalige DDR.*
Sind Sie gelernte Physiotherapeutin?
Ja, ich wurde an der Vogeler-Schule in Moabit ausgebildet und habe dann 10 Jahre lang Hausbesuche in Nord-Neukölln gemacht. Alle 2 Jahre belege ich Fortbildungskurse.
Was ist das Besondere an dem Beruf?
Das Zwischenmenschliche spielt eine große Rolle und das Körpergefühl. Wenn ich mit meinen Kunden Übungen machen will, merke ich, wo sie verspannt sind. Dann weiß ich schon: Ist der Kopf nicht gut, funktioniert auch der Körper nicht richtig.
Wie lebt es sich in diesem Kiez?
Ich bin die größte Optimistin. Hier wäscht eine Hand die andere. Helfe ich dir, hilfst du mir. Es gibt richtige Kiezfreundschaften. Da herrscht teilweise ein ruppiger Ton, an den ich mich erst gewöhnen musste. Ich habe genügend Patienten und hoffe, dass ich bald auch Akupunktur anbieten darf.
Wer sind Ihre Kunden?
Früher war Neukölln groß angesagt, heute sind wir eher ein Arbeitslosen-Viertel mit vielen Ausländern. Etliche Türken sind aus Kreuzberg hierher gezogen, in der Niemetzstraße wohnen zahlreiche Griechen. Meine Kundschaft umfasst alle Nationalitäten.
Stellen Sie bei der Arbeit Unterschiede fest?
Ja schon. Südländer haben einen anderen Stil, möchten lieber massiert werden als selber aktiv werden. Früher – vor der Gesundheitsreform – wurden mehr vorbeugende Behandlungen verschrieben.
Und schon klopft eine Kiezfreundin an, um die Massage für nächste Woche zu verabreden. Dann stürmt der fast erwachsene Sohn herein, um Vertrauliches mit seiner Mutter zu besprechen. Ja, hier herrscht viel Leben in der Bude.
* Das hat mit der Nachkriegsgeschichte Griechenlands zu tun. Ihr Onkel Konstantinos Tsimoudis hat dazu ein Buch verfasst.
Autorin: G. Radev

