Kiezblatt "Richard"

"Richard" - 61. Ausgabe, Februar 2012

Aktuell: Ausgabe 61 (Februar 2012)

Aktuelle Termine

Donnerstag, 09.02.2012
17:00

Sitzung des Quartiersrates Richardplatz Süd

Mittwoch, 15.02.2012
16:00 - 18:00

Informationen für Mieter

Aktuelle Nachrichten

Zusammenfassung der ersten Gwerberunde 2012

Das erste Gewerbetreffen 2012 fand am 12. Januar bei "Badkultur Berlin" statt. Die interessierten...


Quartiersrat neu gewählt

Zwischen dem 19. und 26.Januar beteiligten sich insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner des...


Informationsabende im "Vätertreff" des Elternberatungscafés "Oase"

AspE e.V. und die Richard-Grundschule laden zu drei Informationsabenden in den "Vätertreff" des...


Aufruf zur Beteiligung am Festival 48 STUNDEN NEUKÖLLN

Vom 15. bis 17. Juni finden die 48 STUNDEN NEUKÖLLN zum 14. Mal statt.


Erfolgreicher Jahresauftakt gibt Schwung für das Jahr 2012

Am 19. Januar fand in der Mensa der Richard-Grundschule der Jahresauftakt des Quartiersmanagements...


Massagepraxis Isabelle Leichnig-Lipke

Massagepraxis Isabelle Leichnig-Lipke (Braunschweiger Str. 10, Tel. 687 50 95, nahe S-Bhf. Sonnenallee)

Massagen, Lymphdrainagen und Fango
„Alle wissen, ich höre auf. Aber sie glauben mir nicht“, empfängt mich Isabelle Leichnig-Lipke. Eine nette Anwohnerin, die gerade in der Mittagspause zu Besuch ist, klärt mich auf: „Sie ist eine Institution hier – wir möchten sie nicht missen.“ Das glaube ich gern, nachdem klar wird, dass Frau Leichnig-Lipke sich bei ihren Massagen selten an die Zeit hält und regelmäßig die Behandlung verlängert. „Man kann den Leuten nicht helfen in 15 Minuten“, meint sie. „Der Punkt ist, dass die Leute oft richtig krank sind, körperlich kaputt, aber kein Geld haben.“

Vor 13 Jahren richtete Isabelle Leichnig-Lipke ihre Massage-Praxis in der Braunschweiger Str. 10 ein und wird von ihren Kunden geschätzt. Sie halten ihr die Treue, kommen z. T. seit 10 Jahren zu ihr, auch von weiter her. „Du bist unsere Psychologin“, wird sie von der Anwohnerin gelobt. „Ja, ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt – die bringen mir Kraft“, bestätigt Leichnig-Lipke. „Ich bedauere nicht einen Tag hier. Aber ich werde nicht jünger. Und in dieser Straße funktioniert nichts mehr, sie ist eine ziemlich tote Ecke. Auch die Sorgen der Leute werden nicht kleiner. Spätestens, wenn die Kinder zur Schule gehen, ziehen so manche Familien weg. In der Nachbarschaft gibt es immer wieder Ärger mit Anwohnern, die sich nicht an die Hausordnung oder Ruhezeiten halten. Das nervt.“

Dabei strahlt Isabelle Leichnig-Lipke so viel Wärme aus. Gerade klopft wieder ein Schulmädchen an die Schaufensterscheibe und winkt fröhlich. Keine Frage, Isabelle, wie sie von allen gerufen wird, ist beliebt und das nicht nur wegen ihrer geschickten Hände.

 

Autorin: G. Radev

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