





Quartiersmanagement Richardplatz Süd im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln von Berlin im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“
Aktuelle Termine
Aktuelle Nachrichten
Zusammenfassung der ersten Gwerberunde 2012
Das erste Gewerbetreffen 2012 fand am 12. Januar bei "Badkultur Berlin" statt. Die interessierten...
Quartiersrat neu gewählt
Zwischen dem 19. und 26.Januar beteiligten sich insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner des...
Informationsabende im "Vätertreff" des Elternberatungscafés "Oase"
AspE e.V. und die Richard-Grundschule laden zu drei Informationsabenden in den "Vätertreff" des...
Aufruf zur Beteiligung am Festival 48 STUNDEN NEUKÖLLN
Vom 15. bis 17. Juni finden die 48 STUNDEN NEUKÖLLN zum 14. Mal statt.
Erfolgreicher Jahresauftakt gibt Schwung für das Jahr 2012
Am 19. Januar fand in der Mensa der Richard-Grundschule der Jahresauftakt des Quartiersmanagements...
Miteinander lernen
Förderung der Roma-Kinder an der Adolf-Reichwein-Schule
Was wollen wir? Spezifische Probleme von Roma-Familien aufgreifen und helfen
Was bieten wir an? Gespräche, Begleitung des Unterrichts, Hausbesuche
Projektmittel: 18.163 Euro für das Schuljahr 2006/2007 und 30.000 Euro für 2007/2008 aus dem Programm „Soziale Stadt“
Hintergrund des Projektes
Die Adolf-Reichwein-Schule hat sich auf Sonderpädagogik spezialisiert. Etwa 80 % der Schüler sind nichtdeutscher Herkunft – darunter türkische, kurdische, arabische, polnische und Roma-Kinder. Diese stammen meist aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Fehltage der Schüler sind hoch, Roma-Kinder fehlen besonders häufig. Manche Kinder wissen, dass sie schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und sehen daher wenig Sinn darin, die Schule zu besuchen. Den Problemen der Roma-Familien widmet sich der Verein „Bashe Rroma“, indem er sowohl mit Schülern, Lehrern, Erziehern als auch mit den Eltern arbeitet. Er will den Eltern die Scheu vor der Institution Schule nehmen und gleichzeitig auch Lehrer und Erzieher für Probleme von Migranten sensibilisieren.
Begleitung der Schüler
Daniel Ibraimovic nimmt jeden Montag am Unterricht teil und erklärt Lehrstoff, der von den Kindern nicht verstanden wurde. Auch in den Pausen ist er ansprechbar. Da er mehrere Sprachen spricht, wird er von vielen Kindern akzeptiert und ist für sie ein Vorbild. Sie ziehen ihn bei schulischen und familiären Problemen ins Vertrauen.
Mit seiner Unterstützung wurde das „Montagsfrühstück“ ein festes Ritual. Jede Woche trifft sich die Klasse bei einem anderen Kind zuhause. Durch seine Vermittlung konnten auch schwer erreichbare Familien einbezogen werden.
Elternarbeit
Mitarbeiter Zikica Ibraimovic möchte die Eltern motivieren, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Für manche ist das Wort „Förderschule“ negativ besetzt und sie finden, dass ihre Kinder nicht länger als sie selbst lernen brauchen. Die Familien sprechen kaum Deutsch. Manche lassen ihre Kinder unentschuldigt zuhause. Dank der Arbeit von Bashe Rroma hat sich dies gebessert. Die gemeinsame Sprache Romanes schafft Vertrauen. Durch Telefonate oder Hausbesuche gelang es, dass nun Eltern an Veranstaltungen teilnehmen, die früher nie in die Schule kamen.
Arbeit mit den Lehrern
Der Rroma Elternverein unterstützt die Lehrer nicht nur im Unterricht, sondern vermittelt auch bei Gesprächen mit Eltern. Außerdem erklären die Mitarbeiter, welche Probleme Roma durch ihre latente Benachteiligung haben. Über diese und aktuelle Probleme der Kinder wird regelmäßig gemeinsam mit Lehrern und Schulleitung gesprochen.
Perspektiven
Der Verein möchte sich mit dem arabischen Elternverein „AI Dar“ vernetzen, der ebenfalls an der Schule arbeitet – vor allem, wenn es um ähnliche familiäre Probleme geht. Dafür will man die Präsenz an der Schule ausweiten und auch mit Beratungs- oder Notdiensten kooperieren. Angedacht sind spezielle Alphabetisierungskurse für Roma-Familien und Angebote für Schülernachhilfe.
Kontakt:
Bashe Rroma e.V. , Daniel Ibraimovic,
Tel. 0162-234 73 91, bashe.rroma@gmx.de


