





Quartiersmanagement Richardplatz Süd im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln von Berlin im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“
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Zusammenfassung der ersten Gwerberunde 2012
Das erste Gewerbetreffen 2012 fand am 12. Januar bei "Badkultur Berlin" statt. Die interessierten...
Quartiersrat neu gewählt
Zwischen dem 19. und 26.Januar beteiligten sich insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner des...
Informationsabende im "Vätertreff" des Elternberatungscafés "Oase"
AspE e.V. und die Richard-Grundschule laden zu drei Informationsabenden in den "Vätertreff" des...
Aufruf zur Beteiligung am Festival 48 STUNDEN NEUKÖLLN
Vom 15. bis 17. Juni finden die 48 STUNDEN NEUKÖLLN zum 14. Mal statt.
Erfolgreicher Jahresauftakt gibt Schwung für das Jahr 2012
Am 19. Januar fand in der Mensa der Richard-Grundschule der Jahresauftakt des Quartiersmanagements...
Rixdorfer Schmiede

- Dipl.-Ing. Gabriele Sawitzki, Fachbetrieb für designorientierten Metallbau (030 694 22 32, www.visionen-in-stahl.de)
Schönheit und Sicherheit
Schnell, direkt, ohne Umschweife, so geht Gabriele Sawitzki zu Werke. Eigenschaften, die sie zupacken ließen, als sie 2004 die Schmiede am Richardplatz übernahm. „Die Schmiede ist ein sehr wichtiger Ort, es kommen sogar immer wieder mal ältere Herrschaften, die die Schmiede noch aus ihrer Kindheit kennen. Für sie ist es ein Stück Rixdorf, für uns die Existenzgrundlage“, schildert die Metallbauerin aus Leidenschaft die Ausgangslage für ihr Engagement.
Gabriele Sawitzki und Martin Böck nutzen den historischen Ort zur Produktion. Auf eine einfache Formel gebracht: In der Rixdorfer Schmiede sind zwei Betriebe und ein Förderverein aktiv. Da ist zum einen die Betreiberin selbst, sie produziert beispielsweise Stahl-Glas-Elemente für den Loftumbau und restauriert alte Gebäudeelemente, wie Fenster, Tore oder Türen. Das jüngste Werk sind die Friedhofstore der Magdalenengemeinde. Sie finden sie an der Karl-Marx-Str./Ecke Kirchhofstraße. Gerade die Auftragsarbeiten im Bereich Denkmalschutz passen wunderbar zur Schmiede, werden doch die Schnörkel für die Tore in der Werkstatt selbst hergestellt. Für den anderen großen Produktionsbereich der Sicherheits-, Brand- und Rauchschutztüren muss in der Betriebsstätte in Mariendorf gearbeitet werden. Diese massiven, und doch transparenten Türen sichern im Brandfall für 30 Minuten den Fluchtweg, wenn es im angrenzenden Raum lichterloh brennt. „Auf Wunsch bauen wir Möbel aus Metall, also Tische, Stühle und Regale“, stellt Sawitzki die vielen Möglichkeiten des Metallbaus dar. Feuer und Stahl sind dabei die Basis für ihre Arbeit.
Feuer benötigt auch Martin Böck, wenn er Messer und Werkzeuge fertigt. Schleifsteine gehören ebenfalls zu seinen Instrumenten, denn die Messer wollen natürlich geschärft und gepflegt werden. „Uns ist es wichtig, dass die Menschen nicht nur die kulturellen und sozialen Angebote des Fördervereins wahrnehmen, sondern sehen, dass die Hauptsache zwei Betriebe mit Erwerbsquelle für Einzelmitarbeiter, Familien und Auszubildende sind“, erklärt Sawitzki. Nur wenn diese Betriebe erhalten bleiben, kann die Echtheit des Ortes gewahrt werden, bringt sie ihre Ansicht auf den Punkt. Dadurch ermöglicht der Raum viele interessante Begegnungen und eine Kontaktaufnahme zu Jugendlichen und Eltern mit Zielrichtung Handwerk.
Die Webseite www.rixdorferschmiede.de gibt einen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten unter dem Dach der Schmiede.
Autor: B. Stelzl



