Kiezblatt "Richard"

"Richard" - 61. Ausgabe, Februar 2012

Aktuell: Ausgabe 61 (Februar 2012)

Aktuelle Termine

Donnerstag, 09.02.2012
17:00

Sitzung des Quartiersrates Richardplatz Süd

Mittwoch, 15.02.2012
16:00 - 18:00

Informationen für Mieter

Aktuelle Nachrichten

Zusammenfassung der ersten Gwerberunde 2012

Das erste Gewerbetreffen 2012 fand am 12. Januar bei "Badkultur Berlin" statt. Die interessierten...


Quartiersrat neu gewählt

Zwischen dem 19. und 26.Januar beteiligten sich insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner des...


Informationsabende im "Vätertreff" des Elternberatungscafés "Oase"

AspE e.V. und die Richard-Grundschule laden zu drei Informationsabenden in den "Vätertreff" des...


Aufruf zur Beteiligung am Festival 48 STUNDEN NEUKÖLLN

Vom 15. bis 17. Juni finden die 48 STUNDEN NEUKÖLLN zum 14. Mal statt.


Erfolgreicher Jahresauftakt gibt Schwung für das Jahr 2012

Am 19. Januar fand in der Mensa der Richard-Grundschule der Jahresauftakt des Quartiersmanagements...


Wäscherei in der Zwiestädter Straße

Herr Wolff, Inhaber der Wäscherei

Kennen Sie die kleine Wäscherei in der Zwiestädter Straße 4? Der Betrieb existiert seit mindestens 1910 in dem Haus, seit 6 Jahren führt Herr Wolff das Geschäft in alter Tradition weiter. Der Laden ist sehr klein (man steht quasi auch schon direkt in der Wäscherei) und es duftet wunderbar nach Stärke. An der Wand hängen noch runde Spannrahmen für Spitzendecken. Natürlich läuft der Betrieb mit modernen Maschinen, aber das alte Gewerbe wird in Ehren gehalten.

Was macht Ihr Betrieb?

"Unsere Wäscherei bedient zu je einem Drittel Haushaltswäsche, Gewerbe und reinigt Gardinen. Mit diesen drei Standbeinen kann man ganz gut leben und vor allem ist es schön zu wissen, dass das Geschäft weiter läuft. Schließlich ist es eines der ältesten Geschäfte hier im Kiez."

Bieten Sie einen besonderen Service?

"Wir liefern aus, das ist für unsere Kunden ganz wichtig. Vor allem beim Gardinenservice bieten wir alles: das Abnehmen, Reinigen und Aufhängen der Gardinen. Weil wir darin Übung haben, ist es für uns weniger ein Problem als für die Kunden. Natürlich denken wir auch gerade an unsere älteren Kunden, die sich nicht mehr mit Bettwäsche und Gardinenwäsche herumplagen möchten.

Früher hatten wir auch noch Spannvorrichtungen für Gardinen, doch das ist nun dank synthetischer Fasern nicht mehr notwenig. Aber für die feinen Baumwolldecken aus Spitze habe ich spezielle Spannrahmen. Da ich das Spannen noch gelernt habe, freue ich mich über jedes Mal, dieses Können anzuwenden."

Weshalb haben Sie sich in Neukölln niedergelassen?

"Ich habe hier 1980 die Lehre gemacht und arbeite seit 1986 in dem Geschäft, welches ich auch glücklicherweise vom Vorgänger, Herrn Krüger, übernehmen konnte. Zwischendurch habe ich noch einmal in anderen Wäschereien gearbeitet und dort auch viel dazu gelernt. Durch Stammkundinnen und Nachbarinnen konnte ich erfahren, wer meine Vorgänger waren: Maiwald (bis 1944), Kenklies (1944 bis 1965) und Krüger (1965 bis 1999). Es ist einfach toll, ein so traditionelles Geschäft erfolgreich weiterführen zu können."

Was ist Ihre liebste Ecke hier im Kiez?

"Ganz einfach: mein Ladengeschäft."

Verraten Sie mir noch Ihr Lebensmotto?

"Immer schön ruhig, lieber ein bisschen kleener, aber dafür glücklich."

 

Autorin: A. Beese

zurück zur Übersicht